Homeoffice-Pauschale 2026: 6 €/Tag, bis zu 1.260 € absetzen
Homeoffice-Pauschale 2026: So funktioniert sie
Wer von zu Hause arbeitet, kann das steuerlich geltend machen — auch ohne eigenes Arbeitszimmer. Die Homeoffice-Pauschale (offiziell: Tagespauschale) ist seit 2023 dauerhaft im Gesetz verankert und einer der einfachsten Steuervorteile für Selbstständige. Hier die Regeln für 2026.
6 Euro pro Tag, maximal 1.260 Euro
Die Rechnung ist simpel:
- 6 € für jeden Kalendertag, an dem du deine Tätigkeit überwiegend zu Hause ausübst.
- Gedeckelt auf 1.260 € pro Jahr — das entspricht 210 Homeoffice-Tagen.
Das Beste: Du brauchst kein abgetrenntes Arbeitszimmer. Auch wer am Küchentisch oder in der Wohnküche arbeitet, bekommt die Pauschale. Das war früher anders — bis 2022 gab es den vollen Abzug nur mit einem separaten, nahezu ausschließlich beruflich genutzten Raum.
Für Selbstständige: Betriebsausgabe
Als Selbstständige:r ziehst du die Homeoffice-Pauschale als Betriebsausgabe ab. Sie mindert deinen Gewinn und damit direkt deine Einkommensteuer. Wie stark sich das auswirkt, hängt von deinem Steuersatz ab — mit dem Einkommensteuer-Rechner siehst du deinen persönlichen Grenzsteuersatz.
Bei 210 Tagen und einem Grenzsteuersatz von 30 % sparst du also grob 1.260 € × 30 % = 378 € Steuern im Jahr — für etwas, das du ohnehin machst.
Arbeitszimmer oder Pauschale?
Es gibt zwei Wege — du musst dich pro Tätigkeit entscheiden:
- Tagespauschale (6 €/Tag, max. 1.260 €): einfach, kein Nachweis der Kosten nötig.
- Häusliches Arbeitszimmer: Nur wenn der Raum den Mittelpunkt deiner gesamten Tätigkeit bildet, kannst du die tatsächlichen Kosten (anteilig Miete, Strom, Heizung) oder wahlweise die Jahrespauschale von 1.260 € absetzen.
Für die meisten Selbstständigen mit gemischter Tätigkeit (mal zu Hause, mal beim Kunden) ist die Tagespauschale der praktikabelste Weg.
Wichtige Details
- Ein Tag = 6 €, nicht mehr. Auch wenn du morgens im Homeoffice und nachmittags auswärts warst, gibt es die Pauschale für diesen Tag — an Tagen mit Auswärtstätigkeit kannst du zusätzlich Reisekosten ansetzen, wenn du überwiegend außer Haus warst.
- Keine Doppelung: An einem Tag entweder Homeoffice-Pauschale oder (bei Arbeitszimmer) die anteiligen Raumkosten.
- Sauber dokumentieren: Führe eine einfache Liste deiner Homeoffice-Tage. Ein Buchhaltungstool oder eine Tabelle reicht — im Zweifel will das Finanzamt die Anzahl plausibel sehen.
Homeoffice-Pauschale in der Steuererklärung
Du trägst die Summe in deine Anlage EÜR bzw. bei den Betriebsausgaben ein. Eine gute Steuer-Software führt dich durch die passenden Felder und rechnet die Pauschale automatisch gegen. Wie du die Einnahmen-Überschuss-Rechnung insgesamt aufstellst, liest du im Beitrag EÜR erstellen: Anleitung + Vorlage.
Fazit
Die Homeoffice-Pauschale ist geschenktes Geld für alle, die zu Hause arbeiten: bis zu 1.260 € Betriebsausgaben ohne Belege für einzelne Kosten, ohne Arbeitszimmer. Trag deine Homeoffice-Tage mit, rechne sie am Jahresende zusammen — und prüfe mit dem Einkommensteuer-Rechner, was sie dir konkret spart.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Steuerberatung.