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DE · 1.7.2026 · 6 Min. · Steuern & Buchhaltung

Homeoffice-Pauschale 2026: 6 €/Tag, bis zu 1.260 € absetzen

Homeoffice-Pauschale 2026: So funktioniert sie

Wer von zu Hause arbeitet, kann das steuerlich geltend machen — auch ohne eigenes Arbeitszimmer. Die Homeoffice-Pauschale (offiziell: Tagespauschale) ist seit 2023 dauerhaft im Gesetz verankert und einer der einfachsten Steuervorteile für Selbstständige. Hier die Regeln für 2026.

6 Euro pro Tag, maximal 1.260 Euro

Die Rechnung ist simpel:

  • 6 € für jeden Kalendertag, an dem du deine Tätigkeit überwiegend zu Hause ausübst.
  • Gedeckelt auf 1.260 € pro Jahr — das entspricht 210 Homeoffice-Tagen.

Das Beste: Du brauchst kein abgetrenntes Arbeitszimmer. Auch wer am Küchentisch oder in der Wohnküche arbeitet, bekommt die Pauschale. Das war früher anders — bis 2022 gab es den vollen Abzug nur mit einem separaten, nahezu ausschließlich beruflich genutzten Raum.

Für Selbstständige: Betriebsausgabe

Als Selbstständige:r ziehst du die Homeoffice-Pauschale als Betriebsausgabe ab. Sie mindert deinen Gewinn und damit direkt deine Einkommensteuer. Wie stark sich das auswirkt, hängt von deinem Steuersatz ab — mit dem Einkommensteuer-Rechner siehst du deinen persönlichen Grenzsteuersatz.

Bei 210 Tagen und einem Grenzsteuersatz von 30 % sparst du also grob 1.260 € × 30 % = 378 € Steuern im Jahr — für etwas, das du ohnehin machst.

Arbeitszimmer oder Pauschale?

Es gibt zwei Wege — du musst dich pro Tätigkeit entscheiden:

  1. Tagespauschale (6 €/Tag, max. 1.260 €): einfach, kein Nachweis der Kosten nötig.
  2. Häusliches Arbeitszimmer: Nur wenn der Raum den Mittelpunkt deiner gesamten Tätigkeit bildet, kannst du die tatsächlichen Kosten (anteilig Miete, Strom, Heizung) oder wahlweise die Jahrespauschale von 1.260 € absetzen.

Für die meisten Selbstständigen mit gemischter Tätigkeit (mal zu Hause, mal beim Kunden) ist die Tagespauschale der praktikabelste Weg.

Wichtige Details

  • Ein Tag = 6 €, nicht mehr. Auch wenn du morgens im Homeoffice und nachmittags auswärts warst, gibt es die Pauschale für diesen Tag — an Tagen mit Auswärtstätigkeit kannst du zusätzlich Reisekosten ansetzen, wenn du überwiegend außer Haus warst.
  • Keine Doppelung: An einem Tag entweder Homeoffice-Pauschale oder (bei Arbeitszimmer) die anteiligen Raumkosten.
  • Sauber dokumentieren: Führe eine einfache Liste deiner Homeoffice-Tage. Ein Buchhaltungstool oder eine Tabelle reicht — im Zweifel will das Finanzamt die Anzahl plausibel sehen.

Homeoffice-Pauschale in der Steuererklärung

Du trägst die Summe in deine Anlage EÜR bzw. bei den Betriebsausgaben ein. Eine gute Steuer-Software führt dich durch die passenden Felder und rechnet die Pauschale automatisch gegen. Wie du die Einnahmen-Überschuss-Rechnung insgesamt aufstellst, liest du im Beitrag EÜR erstellen: Anleitung + Vorlage.

Fazit

Die Homeoffice-Pauschale ist geschenktes Geld für alle, die zu Hause arbeiten: bis zu 1.260 € Betriebsausgaben ohne Belege für einzelne Kosten, ohne Arbeitszimmer. Trag deine Homeoffice-Tage mit, rechne sie am Jahresende zusammen — und prüfe mit dem Einkommensteuer-Rechner, was sie dir konkret spart.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Steuerberatung.

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