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🇨🇭Schweiz · 2026Kostenlos

MWST Rechner Schweiz 2026

Netto
CHF 1'000.00
MWST (8,1%)
CHF 81.00
Brutto
CHF 1'081.00

Hinweis: Alle Angaben dienen der groben Orientierung und ersetzen keine Steuerberatung. Werte nach aktuellem Stand — ohne Gewähr.

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Mehrwertsteuer Schweiz berechnen — netto, brutto, Steuerbetrag

Die Schweizer Mehrwertsteuer (MWST) hat seit dem 1. Januar 2024 neue Sätze: 8,1% Standardsatz, 2,6% reduziert (Lebensmittel, Bücher, Medikamente) und 3,8% Beherbergung (Hotels, Ferienwohnungen). Wer als Selbstständiger in der Schweiz Rechnungen schreibt oder bezahlt, muss diese Sätze sicher beherrschen. Mit diesem MWST-Rechner kannst du in Sekunden zwischen Netto, Brutto und Steuerbetrag wechseln — egal in welche Richtung.

Wer muss in der Schweiz MWST abrechnen?

In der Schweiz gilt: Wer im Inland einen Umsatz von mehr als 100'000 CHF pro Jahr erwirtschaftet, muss sich bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) als MWST-pflichtig registrieren. Unter dieser Grenze kannst du freiwillig optieren — das macht Sinn, wenn du hauptsächlich Geschäftskunden (B2B) bedienst, weil diese die MWST ohnehin als Vorsteuer zurückbekommen.

Wer mit Privatkunden arbeitet (z.B. Coaches, Yogalehrerinnen, Therapeutinnen), optiert meist NICHT freiwillig: Die MWST würde den Endpreis um 8,1% verteuern, ohne dass die Kunden etwas davon zurückbekommen.

Die drei Schweizer MWST-Sätze im Detail

8,1% Standardsatz (seit 01.01.2024):

  • Beratung, Coaching (an Unternehmen), Software, Webentwicklung
  • Handwerkliche Leistungen, Reparaturen
  • Möbel, Elektronik, Kleidung, Geschenkartikel
  • Restaurantessen, Take-away (bei Konsum vor Ort)

2,6% reduziert:

  • Lebensmittel, alkoholfreie Getränke
  • Bücher, Zeitungen, Zeitschriften
  • Medikamente, gesundheitsbezogene Produkte
  • Wasserlieferungen

3,8% Beherbergung:

  • Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen
  • Inklusive Frühstück, wenn Bestandteil des Übernachtungspreises

0% (steuerausgenommen):

  • Gesundheitsleistungen von Ärztinnen, Therapeuten
  • Bildungsleistungen (Schulen, gewisse Kurse)
  • Vermietung von Wohnraum
  • Bank- und Versicherungsdienstleistungen

So funktioniert dieser MWST-Rechner

Du gibst entweder den Nettobetrag (ohne MWST) oder den Bruttobetrag (inkl. MWST) ein und wählst den passenden Satz. Der Rechner zeigt dir sofort:

  • Den jeweils anderen Wert (Netto ↔ Brutto)
  • Den reinen Steuerbetrag in CHF
  • Eine Übersicht für alle drei Sätze parallel — praktisch bei Mischrechnungen

So kannst du z.B. prüfen, ob auf einer Rechnung der ausgewiesene MWST-Betrag mathematisch stimmt.

Beispielrechnung: Rechnung an einen Geschäftskunden

Ein selbstständiger Webentwickler stellt eine Rechnung über 5'000 CHF Honorar (netto) an einen Schweizer Kunden:

  • Nettobetrag: 5'000.00 CHF
  • MWST 8,1%: 405.00 CHF
  • Rechnungstotal: 5'405.00 CHF

Der Kunde überweist 5'405 CHF. Davon gehen 405 CHF als Vorsteuer in seine nächste MWST-Abrechnung, der Webentwickler führt dieselben 405 CHF an die ESTV ab. Volkswirtschaftlich neutral, administrativ aufwendig.

Brutto zu Netto rechnen (Reverse)

Wer einen Bruttobetrag hat und das Netto wissen will, rechnet:

  • Netto = Brutto / 1,081 (bei 8,1% Standardsatz)
  • Netto = Brutto / 1,026 (bei 2,6% reduziert)
  • Netto = Brutto / 1,038 (bei 3,8% Beherbergung)

Beispiel: Bruttorechnung 1'080.00 CHF → Netto = 1'080 / 1,081 ≈ 999.07 CHF → MWST = 80.93 CHF.

Häufige Fehler bei der MWST in der Schweiz

Falscher Steuersatz auf der Rechnung. Wer 8,1% schreibt, obwohl ein reduzierter Satz gilt, verlangt vom Kunden 5,5 Prozentpunkte zu viel — das muss korrigiert werden. Eine falsche Rechnung mit höherem MWST-Ausweis verpflichtet dich gegenüber der ESTV trotzdem zur Abführung des höheren Betrags.

Vergessene MWST-Pflicht. Wer die 100'000-CHF-Grenze überschreitet, hat ab dem Folgemonat MWST-Pflicht — auch rückwirkend. Wer das verschläft, zahlt nach: zuerst die nicht abgeführte MWST aus der eigenen Tasche (weil die Rechnungen ja schon raus sind), dann Verzugszinsen.

Vorsteuerabzug vergessen. Als MWST-pflichtiger Selbstständiger kannst du die MWST aus Eingangsrechnungen (Büro, Software, Werbung) als Vorsteuer abziehen. Wer das nicht tut, verschenkt Geld.

Saldosteuersatz nicht geprüft. Kleinere Selbstständige (Umsatz bis 5'024'000 CHF) können den Saldosteuersatz wählen — einen vereinfachten pauschalen Satz pro Branche. Spart Buchhaltung, manchmal auch Steuern.

MWST-Abrechnung: Quartalsweise oder jährlich?

Standardmässig rechnest du quartalsweise mit der ESTV ab. Saldosteuersatz-Kunden oft halbjährlich. Kleinunternehmen können auf jährliche Abrechnung umstellen — spart Aufwand, blockiert aber Cashflow (du kannst die Vorsteuer erst nach einem Jahr zurückholen).

MWST-Nummer auf Rechnungen

Auf jeder Rechnung über 400 CHF muss bei MWST-pflichtigen Selbstständigen die UID-Nummer mit MWST-Zusatz stehen — z.B. CHE-123.456.789 MWST. Fehlt sie, ist die Rechnung formal mangelhaft und der Kunde könnte den Vorsteuerabzug verweigern.

Fazit

Die Schweizer MWST ist mit 8,1% einer der niedrigsten Standardsätze Europas — zum Vergleich: Deutschland 19%, Österreich 20%. Wer als Selbstständiger seine Rechnungen sauber stellt und die MWST-Pflicht im Blick hat, profitiert gleichzeitig von einem schlanken System. Nutze diesen Rechner für jede Schnellprüfung — und sobald deine Umsätze die 100'000-CHF-Grenze nähern, plane die MWST-Registrierung rechtzeitig ein.

Häufige Fragen

Sind die Werte für Schweiz aktuell?

Ja, alle Sätze und Freibeträge werden laufend aktualisiert.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Ohne Account bleibt alles lokal in deinem Browser. Mit kostenlosem Account kannst du eine Berechnung speichern.

Ersetzt das einen Steuerberater?

Nein — die Ergebnisse sind Orientierungswerte. Für die individuelle Steuerplanung wende dich bitte an einen Steuerberater.