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🇨🇭Schweiz · 2026Kostenlos

Break-Even Rechner Schweiz 2026

Deckungsbeitrag / Einheit
CHF 60.00
Break-Even Einheiten
25
Break-Even Umsatz / Monat
CHF 2'000.00

Einheit kann eine Stunde, ein Projekt oder ein Produkt sein. Wichtig: konsistent vergleichen.

Hinweis: Alle Angaben dienen der groben Orientierung und ersetzen keine Steuerberatung. Werte nach aktuellem Stand — ohne Gewähr.

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Break-Even-Rechner für Freelancer in der Schweiz

Ab wann lohnt sich ein Projekt wirklich? Wenn du ein Angebot über 8'000 CHF schreibst und 60 Stunden Arbeit kalkulierst, klingt das nach 133 CHF Stundensatz. Klingt erstmal gut — aber nach AHV, Steuern, Geschäftskosten und unbezahlten Akquise-Stunden bleibt am Ende vielleicht nur die Hälfte. Dieser Break-Even-Rechner zeigt dir, ab welchem Umsatz oder welcher Stundenanzahl ein Projekt für dich profitabel wird — auf Basis deiner echten Schweizer Kostenstruktur.

Was ist der Break-Even-Point?

Der Break-Even-Point (Gewinnschwelle) ist der Punkt, an dem deine Einnahmen genau deine Kosten decken — du machst weder Gewinn noch Verlust. Jeder Franken oberhalb dieser Schwelle ist Reingewinn (vor Steuern und AHV), jeder darunter ist eine Subvention deiner Auftraggeber durch dich selbst.

Für Schweizer Selbstständige besteht der Break-Even aus drei Säulen:

  1. Fixkosten (laufen unabhängig vom Auftrag): Büro, Software, Versicherungen, Buchhaltung, Domain
  2. Lebenshaltungskosten (deine private Existenz): Miete, Krankenkasse, Lebensmittel, Steuern
  3. Sozialabgaben + Vorsorge (AHV 10%, Säule 3a, Pensionskasse)

Erst wenn alle drei Säulen aus deinem Bruttoumsatz finanziert sind, beginnst du, "wirklich Geld zu verdienen".

So funktioniert dieser Rechner

Du gibst ein:

  • Wunschgehalt netto (was du privat brauchst)
  • Geschäftskosten pro Jahr (Software, Büro, etc.)
  • Vorsorge-Einzahlung (Säule 3a, ggf. PK)
  • Wohnkanton (für die Steuerberechnung)
  • Fakturierbare Stunden pro Jahr

Der Rechner berechnet:

  • Mindestumsatz pro Jahr, um break-even zu sein
  • Break-Even-Stundensatz — was du mindestens fakturieren musst
  • Sicherheitspuffer: was du oberhalb des Break-Even verdienen solltest, um Rücklagen aufzubauen

Beispielrechnung: Webdesignerin in Bern

Eine Webdesignerin will netto 5'500 CHF/Monat zum Leben haben (66'000 CHF/Jahr). Sie hat 8'000 CHF Geschäftskosten und zahlt 7'000 CHF Säule 3a ein. Sie arbeitet realistisch 1'200 fakturierbare Stunden pro Jahr (5 Tage/Woche, 4 Wochen Urlaub, 70% Auslastung).

  • Wunschnetto: 66'000 CHF
  • Bruttogewinn nötig (nach AHV und Bern-Steuer): ca. 92'000 CHF
  • + Geschäftskosten: 8'000 CHF
  • + Säule 3a: 7'000 CHF
  • Break-Even-Umsatz: ca. 107'000 CHF
  • Break-Even-Stundensatz: 107'000 / 1'200 ≈ 89 CHF/h

Alles, was sie über 89 CHF/h verlangt und tatsächlich fakturiert, ist zusätzlicher Gewinn (vor weiteren Abzügen für höhere Steuerprogression).

Project-Level Break-Even

Bei einem einzelnen Projekt rechnest du:

  • Projektumsatz ÷ Projektstunden = effektiver Stundensatz
  • Effektiver Stundensatz vs. dein Break-Even-Stundensatz?

Beispiel: Festpreis-Projekt 8'000 CHF, geschätzte 60 Stunden → 133 CHF/h. Bei einem Break-Even von 89 CHF/h erwirtschaftest du 44 CHF/h Marge. Bei 100 Stunden tatsächlichem Aufwand sinkt das auf 80 CHF/h — knapp unter Break-Even → Verlust.

Praxisregel: Bei Festpreis-Projekten immer 30-50% Aufwandspuffer einkalkulieren. Wer "knapp" rechnet, verliert bei jedem Scope-Creep.

Die häufigsten Break-Even-Killer

Unbezahlte Zeit. Akquise, Buchhaltung, Weiterbildung, Mahnungen, Angebote schreiben — alles unbezahlte Zeit, die deine Auslastung von theoretischen 100% auf realistische 60-70% drückt.

Vergessene Geschäftskosten. Software-Abos (Adobe, Office, Hosting), Versicherungen, Treuhänder, Telefon, Webhosting — schnell 500-1'000 CHF/Monat.

Lange Zahlungsfristen. Schweizer Geschäftskunden zahlen oft nach 30-60 Tagen. Wer kein Polster hat, gerät in Cashflow-Probleme — und sagt zu Projekten "Ja", die unterhalb des Break-Even liegen.

Säule-3a unterschätzt. Wer ohne PK selbstständig ist, sollte 15'000- 36'288 CHF/Jahr in die Säule 3a einzahlen — das ist im Break-Even einzukalkulieren.

Break-Even ist nicht dein Ziel

Wichtig: Der Break-Even ist die Untergrenze, nicht das Ziel. Wer auf Break-Even arbeitet, hat:

  • Kein Polster für Krankheit oder Auftragsflauten
  • Keine Investitionskraft (neuer Computer, Weiterbildung)
  • Kein Wachstum (Marketing, Skalierung)
  • Keine Reserven für Steuer-Nachzahlungen

Realistisches Ziel: Mindestens 20-30% über dem Break-Even arbeiten. Bei einem Break-Even von 107'000 CHF also 130'000-140'000 CHF Jahresumsatz anstreben.

Wann ist ein Projekt "lohnenswert"?

Faustregeln für die Annahme eines Projekts:

  • Stundensatz ≥ 1,3 × Break-Even-Stundensatz → unbedingt annehmen
  • Stundensatz zwischen 1,0 und 1,3 × Break-Even → annehmen, wenn der Kunde strategisch wichtig ist (Referenz, Folgeauftrag)
  • Stundensatz < 1,0 × Break-Even → ablehnen oder explizit als Investment einplanen (z.B. Erstauftrag bei Wunschkunden)

Fazit

Der Break-Even-Point ist die wichtigste Zahl in deiner Selbstständigen-Kalkulation — wichtiger als der Tagessatz, wichtiger als der Brutto-Jahresumsatz. Wer ihn kennt, kann jedes Projekt sofort einordnen: Lohnt es sich, oder zahle ich drauf? Nutze diesen Rechner, um deine persönliche Schwelle zu ermitteln — und sage souverän "Nein" zu allen Projekten darunter.

Häufige Fragen

Sind die Werte für Schweiz aktuell?

Ja, alle Sätze und Freibeträge werden laufend aktualisiert.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Ohne Account bleibt alles lokal in deinem Browser. Mit kostenlosem Account kannst du eine Berechnung speichern.

Ersetzt das einen Steuerberater?

Nein — die Ergebnisse sind Orientierungswerte. Für die individuelle Steuerplanung wende dich bitte an einen Steuerberater.