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Urlaubskosten Rechner Österreich 2026

Entgangener Umsatz
€ 15.000,00
Laufende Fixkosten
€ 1.250,00
Realer Tagespreis Urlaub
€ 650,00
Was dich Urlaub wirklich kostet
€ 16.250,00
pro Jahr

Plane Urlaub fest ein: rechne den realen Tagessatz im Stundensatz-Rechner als Aufschlag mit ein.

Hinweis: Alle Angaben dienen der groben Orientierung und ersetzen keine Steuerberatung. Werte nach aktuellem Stand — ohne Gewähr.

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Urlaubskosten für Selbstständige in Österreich — was kostet ein Urlaubstag wirklich?

Als ASVG-Angestellter bekommst du im Urlaub deinen Lohn weiterbezahlt, dazu Urlaubsgeld (13. Gehalt). Als selbstständige Person in Österreich: nichts. Zwei Wochen Strandurlaub bedeuten zwei Wochen ohne Einnahmen plus die Reisekosten. Dieser Rechner zeigt dir die echten Kosten eines Urlaubstages aus österreichischer Selbstständigen-Sicht.

Die zwei Kostendimensionen jedes Urlaubstags

Urlaubskosten haben für Selbstständige zwei Komponenten, die zusammenhängen:

  1. Direkte Reisekosten: Hotel, Flug, Verpflegung, Aktivitäten — was du auch als Angestellte zahlen würdest.
  2. Opportunitätskosten (entgangener Umsatz): Was du in diesen Tagen hättest verdienen können, wenn du gearbeitet hättest.

Ein 7-Tage-Urlaub für 2'000 € Reisekosten fühlt sich wie 2'000 € Ausgabe an. Effektiv kostet er dich aber 2'000 € + entgangenen Umsatz für 5 Arbeitstage (Wochenende zählt nicht). Bei einem realistischen Tagessatz von 600 € sind das zusätzlich 3'000 € entgangene Einnahmen — also 5'000 € Gesamtbelastung.

So funktioniert dieser Rechner

Du gibst:

  • Geplante Urlaubsdauer (in Tagen oder Wochen)
  • Reisekosten (Hotel, Flug, Aktivitäten, Verpflegung)
  • Effektiver Tagessatz (Brutto-Umsatz pro Arbeitstag)
  • Optional: Bundesland (für die Auswirkung auf die Jahressteuer)

Der Rechner zeigt:

  • Direkte Reisekosten
  • Entgangener Umsatz (Tagessatz × Arbeitstage im Urlaub)
  • Steuerersparnis durch geringeren Jahresgewinn (niedrigerer Gewinn → niedrigere ESt)
  • Netto-Belastung des Urlaubs

Beispielrechnung: 2 Wochen Kroatien

Eine selbstständige Beraterin nimmt 14 Tage Kroatien-Urlaub (10 Arbeitstage). Reisekosten 2'500 €. Tagessatz 700 €. Grenzsteuersatz 40%.

  • Reisekosten: 2'500 €
  • Entgangener Umsatz (10 × 700): 7'000 €
  • Steuerersparnis durch tieferen Gewinn (7'000 × 40%): 2'800 €
  • Netto-Belastung: 2'500 + 7'000 − 2'800 = 6'700 €

Wer nur die Reisekosten betrachtet (2'500 €), unterschätzt die Belastung um den Faktor 2,7.

Warum Urlaub im Stundensatz eingerechnet sein muss

Wenn du als Selbstständige 5 Wochen Urlaub planst, fehlen dir 25 Arbeitstage = ca. 200 fakturierbare Stunden. Bei 1'200 fakturierbaren Stunden pro Jahr sind das 17% deiner Jahreskapazität.

Das heisst: Wenn du auf 80'000 € Jahresumsatz kommen willst, müssen die verbleibenden 1'000 Stunden diese 80'000 € erwirtschaften — Stundensatz 80 €/h.

Wer den Stundensatz auf Basis von 1'200 fakturierbaren Stunden kalkuliert (also Urlaub vergisst), kalkuliert 67 €/h und arbeitet für 17% weniger.

Praxis-Faustregel: Pro Woche Urlaub muss dein Stundensatz um ca. 2-3% steigen, um den Verlust auszugleichen.

Wann lohnt sich Urlaub trotzdem?

Klar: Urlaub ist nicht nur Kosten, sondern Erholung, Energie, Burnout-Prävention. Wer nie Pause macht, sinkt produktivitätsmässig über das Jahr — effektiver Stundensatz fällt durch Müdigkeit, Fehler, weniger Akquise-Energie.

Mindestens 2-3 Wochen zusammenhängender Urlaub pro Jahr verbessern die Folgemonate messbar. Wer den ganzen Sommer durchpresst, hat im Herbst typischerweise einen produktivitätsschwachen Monat — das macht den eingesparten Urlaub teurer als den Urlaub selbst.

Steuerliche Behandlung

Reisekosten sind nicht abzugsfähig, wenn der Urlaub privater Natur ist. Steuerlich begünstigt:

  • Geschäftsreisen mit Urlaubs-Verlängerung — anteilig absetzen (Verhältnis Geschäft/Privat dokumentieren).
  • Sabbatical mit Weiterbildungsanteil — als berufliche Fortbildung abziehbar (Sprachkurs, Konferenz).
  • Geschäftliche Tagungen mit privaten Tagen drumherum — Tagungstage voll absetzbar, private Tage anteilig anders.

Wer kreativ wird ohne Substanz, riskiert eine Aufrechnung durch das Finanzamt. Sauber dokumentieren.

SVS während des Urlaubs

Die SVS läuft auch während des Urlaubs weiter — Quartalsbeiträge werden fällig, egal ob du am Strand liegst oder am Schreibtisch sitzt. Plane das ein.

Praxis-Tipp: Cashflow-Polster für die SVS-Quartalszahlung anlegen, bevor du verreist. Wer im August in Urlaub ist und Ende August die Q2-SVS fällig wird, sollte vorher gezahlt haben.

Cashflow-Planung für den Urlaub

Da du im Urlaub keinen Umsatz machst, aber Fixkosten weiterlaufen, brauchst du ein Polster:

  • Pro Woche Urlaub mindestens 1 Monatsausgaben (Miete, Krankenversicherung, Versicherungen, Strom).
  • Plus Reisekosten als separate Rücklage.
  • Plus 30% des entgangenen Bruttoumsatzes für Steuern und SVS (die nicht pausieren).

Wer ohne Polster verreist, kommt mit Cashflow-Problemen zurück und arbeitet doppelt so hart, um aufzuholen.

Mini-Urlaub vs. Lang-Urlaub

Aus Kostensicht:

  • Lange Auszeiten (2-3 Wochen) maximieren die Erholung pro Opportunitätskosten. 10-15 Arbeitstage Verlust, aber energetisch klar.
  • Häufige Kurzurlaube (verlängerte Wochenenden) verlieren weniger Arbeitstage, aber haben höhere Reisekosten pro Tag und weniger Erholungseffekt.

Empfehlung: Ein Block von 2-3 Wochen pro Jahr plus 2-3 verlängerte Wochenenden für Tapetenwechsel zwischendurch.

Häufige Fehler beim Urlaub als Selbstständige/r

Schuldgefühl beim Verreisen. Viele Selbstständige verreisen mit schlechtem Gewissen, weil die "Kosten" sichtbar sind. Wer aber die Burnout-Vermeidung mitrechnet, ist Urlaub immer wirtschaftlich rational.

Schlechte Kommunikation mit Kunden. Wer plötzlich 2 Wochen weg ist, hinterlässt unverarbeitete Anfragen, verärgerte Kunden, verlorene Aufträge. Tipp: 4-6 Wochen vor dem Urlaub kommunizieren, Vertretungsregelung klären.

Kein Backup-System. Wer im Urlaub nicht erreichbar ist und keine Vertretung hat, riskiert Vertragsstrafen bei laufenden Projekten. Mindestens eine Notfall-Kontaktmöglichkeit anbieten.

Cashflow-Polster zu klein. SVS, ESt-Vorauszahlung, Versicherungen — alles läuft weiter. Wer den Urlaub aus dem laufenden Cashflow finanziert, kommt zurück und steht im Minus.

Fazit

Urlaub ist für österreichische Selbstständige teurer als die reinen Reisekosten — aber er ist nicht verzichtbar. Wer die Opportunitätskosten kennt, kann sie souverän einplanen und schuldfrei verreisen. Nutze diesen Rechner für die ehrlichen Zahlen — und kalkuliere die echten Kosten in deinen Stundensatz ein. Dann hast du finanziellen Atem, um wirklich Urlaub zu machen.

Häufige Fragen

Sind die Werte für Österreich aktuell?

Ja, alle Sätze und Freibeträge werden laufend aktualisiert.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Ohne Account bleibt alles lokal in deinem Browser. Mit kostenlosem Account kannst du eine Berechnung speichern.

Ersetzt das einen Steuerberater?

Nein — die Ergebnisse sind Orientierungswerte. Für die individuelle Steuerplanung wende dich bitte an einen Steuerberater.